Infektionsdiagnostik und -prophylaxe in der Geburtshilfe
Die Frühgeburtenrate ist in Deutschland auch in den letzten Jahren wieder kontinuierlich gestiegen. 2009 betrug sie fast 10 Prozent. Über 70 Prozent der perinatalen Sterblichkeit sowie zirka 40 Prozent der Langzeitmorbidität betroffener Kinder gehen zulasten der Frühgeburtlichkeit.
Bei allen bekannten mütterlichen und kindlichen Risikofaktoren ist die aszendierende genitale Infektion eine der bedeutendsten Ursachen für späte Fehl- und Frühgeburten.
Diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die bei der rechtzeitigen Infektionserkennung und -vermeidung ansetzen, sind deshalb ein Hoffnungsschimmer für die Gesundheit von Mutter und Kind.
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Kupfer im menschlichen Organismus
Von den in der anthroposophischen
Menschenkunde wichtigen sieben Metallen
Blei, Zinn, Eisen, Gold, Kupfer, Quecksilber
und Silber ist die physiologische
Bedeutung des Eisens am bekanntesten,
weil es im menschlichen Blut materiell
nachweisbar ist. Aber auch das Kupfer
ist heute als ein wichtiges Spurenelement
bekannt, das eine Vielzahl lebenswichtiger
Funktionen unterstützt, wie zum
Beispiel Melaninbildung, Blutbildung,
Enzym- und Hormonwirkungen. Alle
Gewebe im menschlichen Organismus
enthalten Kupfer, der Gesamtgehalt bei
einem Erwachsenen liegt ca. bei 0,2 bis
0,3 Gramm. Die höchsten Kupferwerte
treten vor allem in den Phasen auf, in
denen eine erhöhte Aufbau- und
Stoffwechseltätigkeit stattfindet. Im
Verlauf der Schwangerschaft steigt der
Serumkupferwert sogar von 106 y% auf
bis zu 230 y% an. Kupfer hat insbesondere
eine Wirkung auf die venöse
Seite des menschlichen Blutstroms und
den Wärmeorganismus. Hier kann es
venöse Stauungen und Durchblutungsstörungen
lindern helfen, indem es intermediäre
Stoffwechselvorgänge unterstützend
zu fördern vermag.
Ein gut durchblutetes und durchwärmtes
Dammgewebe neigt unter der
Geburt nicht so schnell zum Reißen, weswegen
Hebammen den von ihnen betreuten Frauen heute zur Prophylaxe von
Dammrissen oder -schnitten vielfach bereits
in den Geburtsvorbereitungskursen
Dammmassagen empfehlen. ...
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Die Windeldermatitis
Es gibt wohl kaum ein Kind, das nicht im Laufe seines ersten Lebensjahres mit zum Teil aggressiven Hautreizungen im Windelbereich zu kämpfen hat.
Aus dem zuvor so zarten, samtigen Babypopo wird dann in kürzester Zeit eine gerötete, bei Berührung schmerzende Wundfläche. Diese irritative Hautentzündung bezeichnet man als Windeldermatitis. 7 bis 35% aller Säuglinge sind im Verlaufe ihrer Wickelphase ein- oder mehrmalig davon betroffen, am häufigsten im Alter von 9 bis 12 Monaten.
Die besorgten Eltern suchen dann stets fachlichen Rat und Unterstützung, um eine rasche Linderung zu erreichen.
Klinisches Bild der Windeldermatitis
Die zumeist schmerzhafte Entzündung zeigt sich im gesamten Windelbereich. Die auftretende Rötung ist unscharf begrenzt und findet sich gehäuft auf den konvexen Oberflächen von Gesäß, Oberschenkeln und Hüften. Begleitend entstehen erythematöse Papeln, Blasen, Knötchen, rhagadiforme Hautveränderungen und oberflächliche, zum Teil nässende Erosionen. Durch die Kolonisation mit Bakterien und Candida albicans kann es schließlich zu Superinfektionen und dem gefürchteten Windelsoor kommen. ...
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Die erste Bindung
... Kinder, die eine sichere Bindung spüren, haben ein gutes Fundament, um der Welt zu begegnen und sie zu erforschen. Wie schaffen wir es, unsere Kinder in Liebe und Freiheit zu begleiten und sie als selbstbewusste Mitmenschen in die Welt zu entlassen? Die ersten Stunden nach der Geburt sind der erste Schritt auf dem gemeinsamen Weg.
Geschützte Atmosphäre
Informieren Sie sich bei der Wahl Ihres Geburtsortes darüber, ob die erste Kontaktaufnahme mit Ihrem Kind in einer geschützten Atmosphäre stattfinden kann. Wenn nach der Geburt alles in Ordnung ist, genießen Sie die erste Stunde allein und ungestört mit Ihrem Baby. Routine-Untersuchungen können auch später noch stattfinden.
Hautkontakt
Gut abgetrocknet und mit einem warmen, trockenen Handtuch zugedeckt, kann Ihr Baby sofort nach der Geburt auf Ihren Bauch oder in Ihren Arm gelegt werden. Ein Mützchen schützt den noch feuchten Kopf vor Wärmeverlust.
Der intensive Hautkontakt bietet Ihrem Kind einen sicheren Übergang von der Geborgenheit im Mutterleib zur Außenwelt. Gleichzeitig wird es so auf natürliche Weise gewärmt und sein noch instabiler Wärmehaushalt unterstützt. ...
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Berührung geht unter die Haut
... Die wichtigste und stärkste Anregung über seine Haut erfährt das Kind bei der Geburt. Kräftige, geburtswirksame Wehen über viele Stunden regen nachweislich z.B. die Funktion des kindlichen Immunsystems an. Auf dem Weg durch den engen Geburtskanal wird durch den starken Druck zudem noch vorhandenes Fruchtwasser aus den Atmungsorganen herausgepresst. Dadurch kann sich die Lunge beim ersten Atemzug besser entfalten, Grundbedingung für das selbstständige Atmen eines Neugeborenen. So wird das ungeborene Kind bereits im Mutterleib optimal auf die lebensnotwendige Umstellung seiner wichtigsten Körperfunktionen, wie Atmung, Wärmeregulation, Verdauung etc., vorbereitet.
Untersuchungen an Kindern, die diese Stimulation unter der Geburt nicht erleben
(z.B. bei einem primären Kaiserschnitt oder
einer Frühgeburt), zeigen, dass diese Neugeborenen doppelt so häufig Schwierigkeiten bei der Atmung haben wie normal
geborene Babys. Auch die generelle Infektanfälligkeit und die Allergieneigung sind in
dieser Gruppe größer. Häufig sind die Kinder antriebs- und bewegungsärmer und
zeigen schwächere Reaktionen auf Reize. ...
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Elternkompetenz:
Aufmerksamkeit und Feingefühl
... Schrei-Babys haben oft Schwierigkeiten, eindeutige Signale auszusenden, die Eltern ihrerseits sind unsicher, diese zu interpretieren. Betroffene und häufig verzweifelte Eltern können rasch wieder lernen, auf ihre eigenen Empfindungen und Fähigkeiten zu vertrauen. Sie besitzen ein wertvolles, noch ungenutztes Startkapital für die Kommunikation mit ihrem Baby. Fachleute sprechen von "intuitiver elterlicher Kompetenz": Ohne lange darüber nachzudenken, sind alle Eltern in der Lage, in innigen Kontakt zu ihrem Kind zu treten und sich langsam mit ihm vertraut zu machen. Dadurch entwickeln sie eine Feinfühligkeit, mit der sie bald am Kind selbst "ablesen" können, was es benötigt.
Besonders im alltäglichen Umgang mit einem Neugeborenen gibt es viele Möglichkeiten und Situationen, das Kind kennen zu lernen, es zu beobachten und auf seine Signale einzugehen. In den ersten Wochen braucht das Baby vor allem Zärtlichkeit, Zuwendung, Wärme, Rhythmus und Ruhe. ...
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Hilfe?! Hurra!
Die ersten Zähnchen kommen!
... Nach und nach arbeiten sich die Milchzähnchen durch den Kiefer, wobei oft die unteren Schneidezähne zuerst erscheinen. Das Zahnfleisch schwillt an, ist gerötet und schmerzt. Ihr Kind ist vielleicht sehr unruhig und empfindlich gegenüber Sinnesreizen. Es braucht viel Ruhe und Zuwendung, schläft schlecht und wacht manchmal mitten in der Nacht mit einem gellenden Schrei auf. Appetitlosigkeit, Durchfall und Erbrechen, manchmal auch Fieber können das Zahnen begleiten.
Die Schmerzen beim Zahnen kommen daher, dass sich die empfindliche Haut über dem Zahn immer mehr dehnt und spannt. Um den Durchbruch zu unterstützen, beißen und nagen die Kinder nun an allem, was sie bekommen können. Sie können, wenn Sie Ihrem
Kind Ihren sauberen Finger zum Lutschen
oder Beißen ›ausleihen‹, die
betreffende Stelle der Zahnleiste ein wenig massieren. ...
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Leichter durch die Schwangerschaft
... Krampfadern entstehen in der Schwangerschaft dreimal häufiger als normalerweise.
Helfen Sie jetzt Ihren müden Beinen auf die Sprünge, indem Sie regelmäßig für Bewegung sorgen. Die Muskelarbeit in Waden und Füßen fördert die Durchblutung der Beine. Gehen Sie viel spazieren, laufen Sie – wo und wann immer Sie können – barfuß. Je mehr positive Impulse Füße und Beine von außen bekommen, desto besser. Achten Sie darauf, beim Sitzen Ihre Beine nicht übereinander zu schlagen. Rad fahren, schwimmen und regelmäßige Gymnastik unterstützen die Blutzirkulation ebenfalls.
Entlasten Sie Ihre Beine sooft es geht, indem Sie sie mehrmals täglich für etwa zehn Minuten hoch lagern. Das kann in einem bequemen Liegestuhl sein, im Bett mit hochgestelltem Lattenrost oder Sie legen sich auf den Boden und strecken Ihre Beine an der Wand hoch. Wichtig ist, dass die Beine höher liegen als Ihr Becken, damit der Rückfluss des Blutes und der gestauten Flüssigkeit optimal unterstützt wird. ...
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Was Glühwürmchen brauchen
... Fieber ist im medizinischen Sinne keine Krankheit, sondern ein Anzeichen eines nützlichen, körpereigenen Heilungsvorgangs: Mit der Erhöhung der Körpertemperatur werden nämlich alle Stoffwechselvorgänge des Organismus auf Hochtouren gebracht. Das Immunsystem ist in höchste Alarmbereitschaft versetzt und kann durch die Vermehrung von so genannten Fresszellen Krankheitserreger schnell bekämpfen. Die hohe Temperatur verhindert außerdem, dass Bakterien, Viren und andere Keime sich weiter vermehren.
Die gemessene Höhe des Fiebers ist allerdings nicht gleichzusetzen mit der Schwere der Erkrankung. Kinder fiebern häufig und oft hoch, weil ihr Abwehrsystem viele Umweltkeime erst noch kennen lernen muss. Im Vorschulalter sind deshalb sechs bis acht fieberhafte Entzündungserkrankungen im Jahr gar nicht selten. Seien Sie dann nicht beunruhigt: Das junge und noch unreife Immunsystem Ihres Kindes übt und stärkt sich durch die Auseinandersetzung mit den Infekten. ...
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Das Geheimnis zarter Babyhaut
... Die Haut schützt von Beginn des Lebens vor äußeren Einflüssen und ermöglicht gleichzeitig Nähe und Verbundenheit mit der Umwelt. Unmittelbar nach der Geburt bewahrt noch die so genannte Käseschmiere die Babyhaut vor Auskühlung und Reizungen. Ein optimaler Hautschutz,
der aber schon kurze Zeit nach der Geburt vollständig in die Haut eingezogen ist. Ab jetzt brauchen Babys eine schützende und wärmende Hülle mit hochwertigen Pflegeprodukten, denn die natürliche Barrierefunktion ihrer Haut baut sich erst ganz allmählich auf.
Da Kinderhaut etwa fünf Mal dünner ist als die Haut eines Erwachsen, werden äußerlich
aufgetragene Wirkstoffe schneller und intensiver über die Haut aufgenommen. Auch das Verhältnis von Körpergewicht zu Körperoberfläche ist bei Kindern anders als bei
Erwachsenen. Kinder haben eine vergleichsweise etwa drei Mal so große Hautoberfläche
wie Erwachsene, über die sie leicht Wärme verlieren können. Die eigene Körpertemperatur
können Babys noch nicht regulieren, deshalb ist Wärme so wichtig.
Besonders im Windelbereich ist die zarte Babyhaut oft außerordentlich stark belastet.
Im feuchtwarmen Milieu quillt die wasserreiche Haut schnell auf und bietet gute Wachstumsbedingungen für Bakterien und Pilze. ...
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Fotografie: © Angelika Salomon